WolkenRoller

Aktuelles

Informationen zu Covid-19

Auch die WolkenRoller sind in diesem Jahr von den Einschränkungen durch die Covid-19 Krise betroffen. Zum Schutz unserer Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen finden die Proben derzeit unter strengen Hygienebedingungen und in geteilter Gruppe statt.
Die Aktion-Mensch, welche die WolkenRoller für 2019, 2020 und 2021 fördern haben uns dankenswerterweise eine Verlängerung des Projektzeitraumes bis Sommer 2022 genehmigt, weshalb wir die durch den Lockdown nicht möglichen Proben nachholen können. Unsere nächste Aufführung wird, wenn alles gut läuft, somit im Juni 2021 stattfinden. Wir freuen uns schon darauf und arbeiten mit Hochtouren an neuen Konzepten für eine etwas andere Theaterarbeit unter Corona-Bedingungen. 

Bei Fragen oder Anregungen melden Sie sich gerne bei Rainer Bluhm unter:
rainer.bluhm@komplex-schuettorf.de
Tel. 05923 9605 12

Die WolkenRoller

Die “WolkenRoller” sind eine inklusive und generationenübergreifende Theatergruppe des Jugendzentrum Komplex Schüttorf.

Die Gruppe ist 1995 im Zuge des 750jährigen Jubiläums der Stadt Schüttorf entstanden. Zunächst war geplant mit Jugendlichen, welche das “Jugend- und Kulturzentrum Komplex” in Schüttorf besuchen, eine Theateraufführung zum Stadtjubiläum zu organisieren. Doch im “Komplex” waren nicht nur Schüler*innen zugegen, sondern genauso junge Menschen mit einer Behinderung. Als diese von der Theaterproduktion hörten war das Interesse an der Mitarbeit groß. So entstand ein Multimedia-Spektakel in inklusiver Besetzung. Doch der Beginn war alles andere als leicht. Auch wenn die Menschen mit einer Behinderung zum Alltag im Jugendzentrum gehörten, waren sie den Jugendlichen doch suspekt und fremd. So wussten beide Seiten nicht richtig mit sich anzufangen. Auch für die theaterpädagogische Leitung des Projektes, Bruni Müllner war die plötzlich extrem heterogene Gruppe mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen zunächst eine große Überwindung. Die erste Produktion bestand mehr aus zwei Teilen, gestaltet einmal durch die Schüler*innen und zum anderen durch die Menschen mit Behinderung.

Nach dem etwas wackeligen Start und ein paar Produktionen in den Folgejahren in welchen die Menschen mit Behinderung zunächst wieder alleine die Gruppe bestimmten, kam es schließlich 2006 zu der Gruppenstruktur wie sie bis heute besteht. Sie ist eine Kooperation der Lebenshilfe Nordhorn, der Oberschule in Schüttorf, dem Jugend- und Kulturzentrum Komplex und dem Theaterpädagogischen Zentrum der Emsländischen Landschaft e.V.

Die Schüler*innen der Oberschule (damalig noch Hauptschule) hatten immer wieder Interesse geäußert bei den Produktionen mitzuwirken und kamen nun als Gruppe zu den Proben dazu. Nachdem die Jugendlichen zu Beginn glaubten, sie müssten den Erwachsenen helfen auf der Bühne zu stehen, wurde doch sehr schnell klar, dass die Schüler*innen viel größere Probleme hatten entspannt auf der großen Bühne zu spielen. Und genau hier liegt der Knackpunkt der Gruppe, es geht nicht darum, dass die „normalen“ Schüler*innen den „anderen“ Menschen mit Behinderung helfen müssen, sondern es geht um eine gemeinsame Arbeit in welcher alle voneinander lernen dürfen.

Seitdem gibt es jährlich eine Produktion, welche meist zum Ende des Jahres in mehrere Aufführungen in Schüttorf sowie Nordhorn mündet. Geprobt wird ein Jahr lang von Januar bis Dezember (außer in den Niedersächsischen Schulferien) am Dienstag Abend von 18:00-19:45 Uhr.

Aktuell besteht die Gruppe aus neun Schüler*n*innen und neun Erwachsenen. Die Teilnehmer*innen sind zwischen 10 und 65 Jahren alt.

Die Leitung der Gruppe liegt bei zwei Theaterpädagogen des TPZ Lingen. Zusätzlich begleitet werden die 18 Spieler*innen durch einen  Regieassistenten (mit ebenfalls theaterpädagogischer Ausbildung), eine Lehrerin der Oberschule Schüttorf (mit theaterpädagogischer Fortbildung) und durch die FSJ-Kultur-Stelle des Jugend- und Kulturzentrums Komplex Schüttorf.

 

Kooperationen

Für weitere Informationen zu unseren Kooperationseinrichtungen, einfach auf das jeweilige Logo klicken.

Aufführungseindrücke

Produktionen 1995-2019

2019 - Mein Nicht-Ich-Teil

Eine Geschichte über Liebe, Erwachsenwerden und eine etwas andere Beziehung.
Für Kayla wird plötzlich alles anders, als sie feststellt, das der Mensch, in den sie sich verliebt hat, jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht, nie weit entfernt von dem davor, nie zweimal derselbe Körper. 

2018 - Irgendwie Anders

Irgendwie Anders ist irgendwie anders! Das wissen alle im Dorf. Anderssein ist komisch, irritierend, gefährlich und niemand möchte damit etwas zu tun haben. Wer anders ist, darf nicht mitmachen, das ist doch klar. Wer anders ist ist anders und damit basta!

2017 - Ein Haus in der Friedensstraße 5

Ein Haus, sechs Wohnungen, 19 Bewohner*innen und ein Toter. Auf dem Teppich, im Hausflur. Das bleibt nicht lange unentdeckt. Trotzdem keine Polizei, keine Aufmerksamkeit, Haltung wahren und selbst ermitteln. Neben den anderen Problemen im Haus wird die Leiche aber schnell unwichtig, oder? 

2016 - Teenies für Gerechtigkeit

Das Leben im Mittelalter läuft für Robin Hood gerade nicht so gut. Vom Sheriff von Nottingham gefangen genommen, muss er sich der Einsamkeit des Kerkers stellen. Als viele Jahrhunderte später aber eine Schulklasse durch ein Zeitloch fällt und sich plötzlich in einer Zeit mit Robin Hood befindet, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

2015 - Bock auf Bollywood

20 Jahre Jubiläum feiert die Theatergruppe “WolkenRoller”. Als gelungenes Beispiel für integrative Theaterarbeit werden sie von der Maharani von Indien für eine Ehrung ausgewählt. So macht sich eine Delegation mit der Maharani auf den Weg nach Schüttorf. Im Flugzeug läuft allerdings nicht alles nach Plan.

2014 - Schule für alle - eine Vampirgeschichte

Als Vampir hat man es nicht immer leicht. aber Emmi und Emmely haben es besonders schwer getroffen: ihr Vater ist ein Mensch, was sie nur zu Halb-Vampiren macht. Auf der Vampirschule haben sie immer wieder mit Ausgrenzungen zu kämpfen und auf die Regelschule der Menschen, will die allein-erziehende Mutter sie nicht schicken. Doch die zwei beginnen für ihren Schulbesuch zu kämpfen. 

2013 - Romeo liebt Julia

Klassischer Stoff: Der Hass zweier Familien, eine tragische Liebe und der Tod. Oder gibt es vielleicht doch ein Happy End?

2012 - Stundensekundenminuten

Vom Zeit schenken und Zeit sparen nach Motiven von Michael Endes Momo.

2011 - ...und raus bist du

Szenen aus dem Alltag und der Anderswelt. Agata hat die Nase voll!

2010 - Dornröschen in Jeans

Zwei Welten, die heile Märchenwelt und die raue Wirklichkeit stehen nebeneinander.

2009 - Bobo und Susu

Eine unmögliche Liebesgeschichte frei nach Rafik Schami.

2008 - Fremde Welten - unbekannte Orte und ein Hausmeister

2007 - Tatort Ashton Castle

Ein schwarzweiß Krimi.

2006 - Lachen verboten

Neues Märchen aus dem alten China.

2005 - WolfSchafLöweMaus

…eine fabelhafte Revue.

2004 - Peer Gynt - sechsmal wer?

Über Lebensgeschichten in 12 Bildern. 

2003 - Titanic Titanisch

…es muss nicht immer Caprio sein!

2002 - Warteschleifen

Szenen und Geschichten zum Thema Warten.

2001 - Lebensdurststrecke

Eine Szenencollage über Lebenslust und den Ernst des Lebens.

1999/2000 - aus dem Rahmen gefallen

Szenen, Geschichten, Impressionen um die Bilder einer Ausstellung

1998 - Der Tonnenroller - das Fernsehen - die Ärzte

oder: manchmal bleibt einem im Krankenhaus die Spucke weg. 

1997 - Das Sonnenfest

Ein poetisches Märchen nach einer Vorlage von Inge Steineke und Gudrun Pausenwang.

1996 - Bumtschakabum

Ein kurioses Schauspiel um ein Maikäferbein, Michel aus Lönneberga und den Mann im Mond.

1995 - ZeitSprünge

Ein Multi-Media-Spektakel zur Stadtgeschichte.

UJZ Komplex Schüttorf e.V.
Mauerstraße 56
48465 Schüttorf
Tel.: 0 59 23 / 96 05 - 0