Die inklusive Theatergruppe WolkenRoller bringt in diesem Sommer ihre neue Produktion „Alice im Wunderland“ nach Schüttorf. Frei nach Lewis Carroll setzt sich die Inszenierung mit Fragen nach Veränderung, Identität und Orientierung in einer widersprüchlichen Welt auseinander. Im Mittelpunkt steht Alice, die dem weißen Kaninchen folgt und in eine Welt gerät, in der sich Größen verschieben, Sprache verrutscht und vertraute Ordnungen außer Kraft gesetzt werden. Begegnungen mit Figuren wie Grinsekatze, Raupe, Hutmacher und Herzkönigin sollen dabei absurde und humorvolle Situationen ebenso öffnen wie Fragen nach Wahrnehmung, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.
Inklusion als künstlerische Praxis
Nach Angaben der WolkenRoller entsteht das Stück in einem gemeinsamen Prozess: Über ein Jahr arbeitet die inklusive Gruppe aus 20 Jugendlichen und Erwachsenen an Figuren, Szenen, Bewegungen und Bildern. Die Produktion verstehe Inklusion nicht als Thema, sondern als künstlerische Praxis – Theater entstehe aus Begegnung, gegenseitigem Vertrauen und der gemeinsamen Suche nach Ausdruck. Entstanden ist die Inszenierung in Kooperation mit dem Jugend- und Kulturzentrum Komplex Schüttorf, der Oberschule Schüttorf, der Lebenshilfe für die Grafschaft, der Wilfried-Jeurink-Stiftung Bad Bentheim und dem Theaterpädagogischen Zentrum der Emsländischen Landschaft.
Gespielt wird im Theater der Obergrafschaft. Der Eintritt beträgt vier Euro.
Termine sind:
am Montag, 22. Juni, um 10 Uhr (Schulaufführung)
am Dienstag, 23. Juni, um 10 Uhr (Schulaufführung)
am Donnerstag, 25. Juni, um 10 Uhr (Schulaufführung)
am Freitag, 26. Juni, um 18 Uhr (Abendvorstellung)
am Sonntag, 28. Juni, um 18 Uhr (Abendvorstellung)
Das „Inklusive vernetzende Theaterprojekt“ wird nach Angaben der Veranstalter von 2025 bis 2029 durch die Aktion Mensch gefördert.
