Kochkraft durch KMA sind Erfinder und Vertreter des Genres „Neue Deutsche Kelle“. Alarmiert vom Zustand der Welt und inspiriert vom Spirit der mehrdeutigen 80er Jahre, mischen Kochkraft durch KMA ungehobelte Punkpower und engagierte Haltung zu Songs mit Vergnügen und Verve. Auf einem Fundament gegen Intoleranz jedweder Form oszilliert die Kochkraft waghalsig, fast artistisch, in Momenten  selbstzerstörerisch, immer irgendwo zwischen Anarchie und Kindergarten. Hochgradiger Neo- Dada und eine polarisierende Parodie des uns täglich heimsuchenden Wahnsinns. Nicht umsonst scheint es oft, als müsse man sich durch die Kochkraft durchbeißen.  Konzerte  des  Quartetts  Changieren  zwischen  Power- Rock Show   und   Klassenarbeit. Mal Interaktion, mal Geduldsprobe, immer die Auseinandersetzung  mit  dem erzwingend, was  da grade auf  der  Bühne stattfindet. Provokation ist Teil des Konzeptes. Es ist Pop. Es ist Kunst Her mit der Kohle.

Selfie Mit Stalin „Diktatorenpop“ Auf dem feuchten Flur eines alten Industrie-Areals in Flingern sind gedämpft treibende Beats und dynamische Synths mit markanten, monotonen Shouts zu vernehmen. Doch neben diesem stark an E.B.M. erinnernden Sound, dringen auch düstere, verstörendere, wavigere instrumentale oder rein elektronische  Arrangements sowie teilweise hyperaktive und schräge Electro-Punk Kompositionen nach draußen. Keine Zwänge! Keine Konventionen! Hinter den dicken Stahltüren und somit hinter Selfie Mit Stalin, befinden sich Michael Lindecke und Christian Sahnen. Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und man durch die blauen Rauchschwaden blickt, kann man den beiden Autodidakten ihre Freude am Experimentieren mit hallgeschwängerten Effekten und Synthesizern sowie dem Spiel mit Gitarre und Bass deutlich ansehen. Wie die Motte vom Licht wird die Aufmerksamkeit auch von den Bildschirmen angezogen, auf denen kurze Filme die Stimmung der Songs untermalen und verstärken. Eine Symbiose aus Bild und Ton. Destruktiv und doch konstruktiv! Wer die beiden von Selfie Mit Stalin kennt, der weiß um ihre Vorliebe für den Untergrund, dessen Strukturen und Kulturen, die Kunst, die Musik. Gemeinsam sind sie seit nunmehr 20 Jahren im Punkrockmilieu unterwegs und etablierten sich mit Bands wie Die schwarzen Schafe, Saigoons, das tante mathilda projekt, The Lazy Bombs etc. bevor man sie 2017 engagierte den Kurzfilm „Plants of the Pantry (1927)“ für das „Staub und Kratzer Stummfilm-Festival“ zu vertonen. Eine weitere Abzweigung fernab immer gleicher Pfade nehmend, tauchten sie in elektronische Sphären ein. Kein Stillstand! Selfie Mit Stalin war geboren und wurde seither in einem dunklen Keller genährt und großgezogen bis das Kind stark genug war auf eigenen Beinen zu stehen und seine Wut, seine Ängste, seine Träume in die Welt hinaus zu schreien. Zynisch! Kritisch! Doch hört und seht selbst! Und tanzt! Den letzten Tanz! Auf den Trümmern der Stadt!

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