Psych-Rock-Punk-Reggae-Band aus Montreal zu Besuch in Schüttorf.

Grimskunk ist eine kanadische Band, die bereits seit 1988 existiert und mehr als 10 Alben veröffentlichten, die sie zu Helden nicht nur in ihrer Heimat Kanada gemacht haben. Im letzten Jahr kam ihr neues Werk „UNREASON IN THE AGE OF MADNESS“ auf dem Markt.

Grimskunk sind extrem vielseitig, man hört knalligen Punk, kraftvollen Metal, groovenden Ska, Dub, fernöstliche Klänge, Latino – einfach eine superbreite Palette, und alles sehr stark gemacht. Natürlich gehen die Stile teilweise ineinander über, was richtig interessant ist.

Knallender Rock, wie bei dem Polit-Stück “America sucks”, Reggae-Sound bei “Looking for Gabbio” und orientalische Musik (“Mahmoud’s dream”) – die kanadischen Legalize-it-Vorreiter bestechen durch ihre exotische Vielfalt, singen auf englisch und französisch, spanisch und arabisch, erinnern streckenweise an Bands wie Obrint Pas oder Mano Negra. Außergewöhnlich auch der häufige Einsatz der Hammondorgel bis hin zu klassischen Elementen, was der Musik bisweilen einen Hauch von Deep Purple gibt.

Grimskunk sind extrem vielseitig, man hört knalligen Punk, kraftvollen Metal, groovenden Ska, Dub, fernöstliche Klänge, Latino – einfach eine superbreite Palette, und alles sehr stark gemacht. Natürlich gehen die Stile teilweise ineinander über, was richtig interessant ist.

 

Wenn eine Band wie KOSMONOVSKI ein offizielles Debütalbum veröffentlicht, dann ist man in Promohausen schnell versucht, das schlimme Wort! – „Point-of-Sale“ einzig und allein auf den Fakt zu legen, dass es sich hier um eine – großes Wort! – „Inklusions-Combo“ handelt.

Sicher: Das macht dieses mittlerweile bandgewordene Projekt um den sympathischen Sänger und Ex-„The A.M. Thawn“-Mann Holger Denninger schon speziell. Man erlebt nicht aller Tage ein Musikkollektiv, welches absolut keinen Hehl daraus macht, dass seelische und körperliche Störungen die Mitglieder zusammengeführt und -geschweißt haben. Es ist aber genau jene Leichtigkeit, mit der die Band diese Tatsache auf der Bühne mit einem Augenzwinkern, einer Menge Verve und charmantem Arschtritt um und ausspielt, die KOSMONOVSKI so intensiv sein lässt. Ehrenwort. Und so viel sei an dieser Stelle gleichwohl verspochen: Würde man den psychosozialen Background mal hintenanstellen und nur die Musik für sich sprechen lassen, dann wären diese neun – ja, richtig gelesen: NEUN! – Jungs immer noch etwas ganz besonderes. Das muss man in der Tat gesehen und gehört haben, wie hier live und auf Platte frisch geradeaus gerockt, gezappelt und gepoltert wird, dass sich diverse gestandene Bands erstmal die Holzfällerhemden wieder geradeziehen müssen. Was KOSMONOVSKI da zaubern, ist gleichermaßen treibend wie knackig und dabei stets angenehm schrullig. Irgendwie ist das Indie, irgendwo Pop, irgendwas daran Punk und bei all dem immer absolut straight. Im Zusammenspiel mit Holgers cleveren deutschen Texten wird man jedenfalls das Gefühl nicht los, dass man in KOSMONOVSKI s Heimatstadt Rheine das Trinkwasser mittlerweile ehrfürchtig mit gestrecktem Muff Potter Schnaps versetzt hat. Das wurde dann mal direkt im H12 Hafenstudio bei Pogo Mc Cartney, seines Zeichens Bassist der Gruppe Messer und Studiomann, aufgenommen und später bei Christian Bethge im Rama Tonstudio Mannheim gemischt und gemastert. Und dann ist’s eigentlich auch keine große Überraschung mehr, dass das famose Indie-Label This Charming Man Records aus Münster seinen ohnehin schon grandiosen Labelroster jetzt um KOSMONOVSKI erweitert hat.           Na? „Augen zu und Furcht“, irgendwer? Reinhören, aber zackzack! (Ingo Donut)

 

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